157 Länder, 1 Team
Internationale Beratung
bei HLB Stückmann
Die Basis ist immer das HLB Stückmann-Büro – der Aktionsradius aber
ist weltweit. Wie das möglich ist, was es für die heimischen Mandanten,
aber auch für die, die aus anderen Ländern nach Deutschland expandieren
wollen, bedeutet, erklären die HLB Stückmann-Partner Dr. Brigitte Hidding,
Karin Korte, Dietmar Engel und Marcus Kunert im Gespräch.
Wenn wir heute von HLB Stückmann sprechen, dann sehen wir auf der einen Seite das Büro hier im beschaulichen Ostwestfalen, eine Niederlassung im Tor zur Welt Hamburg und auf der anderen Seite das internationale HLB-Netzwerk. Wie muss man sich Letzteres und das Zusammenspiel von alledem vorstellen?
Dietmar Engel (DE): Das HLB-Netzwerk besteht schon seit mehr als fünfzig Jahren und wir sind seit 1994 dabei. Das Netzwerk ist, was Umsatz und Mitarbeiter angeht, die Nummer 8 von allen weltweiten Netzwerken. Das ist also schon ein echtes Schwergewicht, auch wenn es sich in der Arbeit darin und damit genau entgegengesetzt anfühlt. Hier laufen Prozesse sehr schnell ab, hier ist nichts träge, sondern alles sehr agil und flexibel.
Marcus Kunert (MK): Dank unserer langjährigen Mitgliedschaft haben wir viele Entwicklungsschritte nicht nur miterlebt, sondern auch mitgestaltet und angestoßen. Man darf sich dieses Netzwerk nicht wie eine Organisation vorstellen, der wir nur auf dem Papier angehören. Wir sind ein fester Teil davon, wir vier, die wir den Kern des internationalen Teams bei HLB Stückmann bilden, haben meist täglich irgendwie mit diesem Netzwerk und den Mandanten, die sich daraus ergeben, zu tun.
Wie genau sieht diese Arbeit im Netzwerk denn aus? Sind es deutsche, vielleicht sogar Mandanten aus Ostwestfalen, die ins Ausland expandieren wollen, die mit Fragen und Beratungsbedarf zu Ihnen kommen? Oder sind es ausländische Firmen, die nach Deutschland kommen und Hilfe benötigen?
Dr. Brigitte Hidding (BH): Es ist ein Mix aus beidem. Überwiegend ist bei unserer tagtäglichen Arbeit allerdings die Betreuung heimischer Unternehmer, die irgendeinen oder meist mehrere Berührungspunkte ins Ausland haben. Die stellen entweder irgendwann fest, dass sie schon längst steuerrechtlich relevant im Ausland unterwegs sind und wollen hier die passenden Strukturen schaffen, oder sind kurz davor, dass so eine Internationalisierung stattfindet, und bitten uns um Rat.
Und in wie vielen Ländern können Sie eine solche Beratung über das Netzwerk bieten?
Karin Korte (KK): Aktuell gibt es HLB-Büros in 157 Ländern. Und wenn es wirklich einmal einen weißen Fleck auf der HLB-Landkarte geben sollte, dann haben wir meist Kontakte zu anderen Büros außerhalb des Netzwerks, die uns als Sparringspartner dienen können. Wir können also guten Gewissens von einer weltweiten Abdeckung sprechen, auch wenn die echten Exoten natürlich selten vorkommen.
MK: Ich habe tatsächlich einmal eine Anfrage eines Mandanten erhalten, der sich für das Land Nordkorea interessierte. Da musste ich dann doch abwinken – und bezweifele, ob ihm dabei ein Mitbewerber weiterhelfen konnte.
Wie genau muss man sich diese Partnerschaft denn vorstellen: Übergibt man da einen Mandanten, hält man sich eher beratend im Hintergrund auf – oder wie genau läuft das ab?
DE: Es gibt, wie erwähnt, zwei häufige Fälle. Entweder gibt es Partnerbüros, die sich an uns wenden und Hilfe bei der Erläuterung oder Anwendung des deutschen Steuerrechts in einem Mandantenfall benötigten. Oder unsere klassischen Mittelstands-Mandanten, die eine Dependance im Ausland betreiben oder beabsichtigen, aufzubauen. Für letztere sind und bleiben wir natürlich Ansprechpartner Nummer eins, stellen aber auch gerne den direkten Kontakt zu unseren HLB-Partnern her. Andersherum ist es genauso. Entweder geben wir nur unsere Expertise an unsere Partner-Büros weiter oder treten – wenn gewünscht – auch in direkten Kontakt und arbeiten so, als wäre es unser direkter Mandant. Der bekommt also genau das, was er benötigt, um im Vorfeld einer Internationalisierung die richtigen Entscheidungen treffen und bei einer schon bestehenden Internationalisierung auf sicherem Terrain unterwegs sein zu können.
Sprachen über die internationale Arbeit von HLB Stückmann: Karin Korte, Dietmar Engel, Marcus Kunert und Dr. Brigitte Hidding.
Diese Betreuung und Beratung wird ja wahrscheinlich größtenteils digital ablaufen. Gibt es auch den Fall, dass man den Begriff „International" auch wörtlich nehmen darf, Sie also ins Ausland zu Mandanten reisen?
KK: Das ist natürlich selten, kommt aber vor. Manchmal ist es dann doch wichtig, dass man sich vor Ort ein Bild macht, dass man die agierenden Personen persönlich kennenlernt. Dafür reisen wir dann schon, wenn dies der Mandantenwunsch ist.
DE: Es gibt Konstellationen, wo dies wirklich von Vorteil ist. Wenn wir hier in OWL etwa die Mutterfirma betreuen und es um wichtige Fragen der Tochtergesellschaft geht, dann ist es gut und hilfreich, real mit am Tisch zu sitzen und direkt zu erklären: Das geht und das wird nach unserer Erfahrung nicht funktionieren. MK: Das Reisen existiert aber auch auf anderen Ebenen. Jährlich finden mehrere HLB-Konferenzen – die letzte gerade in Mexico City – statt, bei denen einige von uns vor Ort sind. Da geht es um Wissensaustausch, um das Kennenlernen der neuesten Änderungen im jeweiligen Steuerrecht. Gleichzeitig knüpft und pflegt man dabei auch die persönlichen Kontakte, was auch in der täglichen Arbeit wichtig ist. Wenn ich meinen Mandanten weiterempfehle, dann will ich zu hundert Prozent sicher sein, dass ich ihn in sehr gute Hände weitergebe. Das kann ich nur wissen, wenn ich, um im Bild zu bleiben, auch weiß, wem diese Hände gehören.
BH: Der umgekehrte Fall tritt aber auch ein, also dass wir Kolleginnen und Kollegen von ausländischen Partnerbüros zu uns nach Bielefeld einladen. Da kommen dann Mandanten hinzu und wir können uns austauschen und auf den neuesten Stand bringen. Auch das ist ein wichtiger Teil unseres Netzwerkes.
Das heißt aber, dass Sie nicht Spezialisten für das Steuerrecht des jeweiligen Landes sind, sondern immer dann weiterhelfen, wenn es um das deutsche Steuerrecht geht?
KK: Grundsätzlich stimmt das, aber so richtig trennen lässt es sich kaum. Wenn man sich etwa die Fragen der Umsatzsteuer anschaut, dann kann man das nicht nur aus der deutschen Perspektive betrachten, dann muss man wissen, wie dies in dem jeweiligen anderen Land gehandhabt wird. Es gibt zwar den grundsätzlichen politischen Willen, dass dies irgendwann einmal vereinheitlicht werden soll. Aber aktuell ist das nicht der Fall – und das wird es wohl auch in naher Zukunft nicht sein.
Geht Ihre Beratung denn auch über die reine steuerliche Seite hinaus? Also geben Sie etwa passende Antworten, wo genau man sich ansiedeln sollte, welches Land, welche Region die richtige ist?
BH: Solche Fragen gehen sicherlich eher in Richtung Unternehmensberatung, zu den Betriebs- und Volkswirtschaftlern. Aber gefragt werden wir immer wieder – und geben diese Fragen dann gerne an die Fachleute in den jeweiligen Ländern weiter. Wichtiger ist aber die Fragestellung, wie man sich rechtlich für so eine Internationalisierung aufstellt – und das am besten, bevor man seine Tätigkeiten im Ausland aufnimmt. Da sollte man die passenden Strukturen schaffen, damit alles glatt läuft. Leider erleben wir häufig den Fall, dass schon Mitarbeiter im Expansionsland arbeiten, dass Ware schon verkauft, vielleicht sogar vor Ort produziert wird. Da müssen wir dann, salopp gesagt, im Nachhinein aufräumen, damit der Mandant hier keine Probleme bekommt.
Was sind denn – neben diesem „Frühstart“ – die häufigsten Problemstellungen bei der Internationalisierung?
DE: Die Problematik der Verrechnungspreise innerhalb von international agierenden Unternehmensgruppen begegnet uns und unseren Mandanten beim Gang ins Ausland oder dem internationalen Wachstum der ausländischen Einheiten immer wieder.
MK: Es geht dabei um die Fragestellung, wie Unternehmen, die zu einer Gruppe gehören, ihre Preise untereinander festsetzen. Das muss ausgewogen sein, damit beide Finanzverwaltungen zufrieden sind. Und wie man sich vorstellen kann, lässt sich dabei trefflich über die Höhe dieser Verrechnungspreise streiten.
Apropos Streit: Wie ist es denn überhaupt, wenn es zum Streit mit der Steuerbehörde in einem anderen Land kommt? Sind Sie dann federführend dabei, oder überlassen Sie dies Ihrem HLB-Partner vor Ort?
KK: Da ist der Mandant schon aufgrund der Sprache, der Sachkenntnis und der Nähe besser beraten, wenn dies das HLB-Büro vor Ort übernimmt. Wir stehen immer beratend zur Seite, liefern Fakten und Argumentationen, agieren aber eher im Hintergrund.
Vor einigen Jahren gab es ja zumindest noch die Idee, dass eine Verlagerung ins Ausland dabei helfen könne, Steuern zu sparen. Ist dieser Gedanke auch heute noch eine Triebfeder bei der Internationalisierung eines Unternehmens?
DE: Wenn mir jemand erzählt, dass er an die Gründung sogenannter Luxemburger Holdingstrukturen denkt, am besten noch mehrstöckig, dann rate ich nicht nur, sondern dann winke ich sogar ab. Da haben die jeweiligen Steuerbehörden stark aufgeholt, das ist heute keine seriöse Praktik mehr. Da gilt der ganz einfache Spruch: Das macht man nicht.
MK: Man sollte auch nicht aus rein steuerlichen Gründen irgendwo hingehen. „Tax follows business“ lautet die Maxime – und nicht das Gegenteil davon. Man sollte also erst einmal betriebswirtschaftlich schauen, bewerten und entscheiden, ob das der richtige Schritt ist – und sich dann der steuerrechtlichen Seite zuwenden.
All das klingt so, als wenn der internationale Schwerpunkt von HLB Stückmann zukünftig weiter wachsen wird. Wie sieht das denn im internationalen Vergleich aus, wächst auch das gesamte Netzwerk und gibt es da auch einen echten Kopf – oder wie sind die Strukturen?
DE: Wir haben für das Netzwerk insgesamt ehrgeizige Umsatzziele und setzen darauf, stetig zu wachsen. Dabei muss man wissen, dass jedes einzelne Büro bestimmten Standards folgen muss und deren Einhaltung kontrolliert wird. Es ist also kein Wachstum um jeden Preis, sondern ein organisches Wachstum, das wir als Netzwerk anstreben.
MK: Unser Kopf, wenn Sie so wollen, ist dabei das Büro in London. Hier arbeiten der CEO und rund zehn Mitarbeiter an und in dem Netzwerk, kümmern sich um die Konferenzen, um die Mitglieder, beantworten Fragen, stellen Kontakte her. Das ist also ein wirklich aktives Netzwerk, das unseren Mandanten weltweit sehr viele Vorteile bietet.
International
Die wirtschaftliche Welt ist heute stärker vernetzt als je zuvor. Märkte, Lieferketten und Geschäftsmodelle überschreiten selbstverständlich nationale Grenzen und unternehmerische Entscheidungen werden zunehmend von internationalen Entwicklungen geprägt. Wer nachhaltig erfolgreich sein will, muss daher über den eigenen Markt hinausdenken und globale Zusammenhänge verstehen. Internationales Arbeiten bedeutet dabei weit mehr als bloße Präsenz in verschiedenen Ländern. Es erfordert Offenheit für unterschiedliche Perspektiven, kulturelles Verständnis sowie die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in einen globalen Kontext einzuordnen.
Die Unterschiede fangen schon beim Namen an. „Hier in Bielefeld nennt man mich Nan Li – in meiner chinesischen Heimat heiße ich Li Nan“, sagt der, den man am besten Herrn Li nennt – dann macht man hier wie dort nichts verkehrt.
Die Basis ist immer das HLB Stückmann-Büro – der Aktionsradius aber ist weltweit. Wie das möglich ist, was es für die heimischen Mandanten, aber auch für die, die aus anderen Ländern nach Deutschland expandieren wollen, bedeutet, erklären HLB Stückmann-Partner im Gespräch.
Das Leben und Arbeiten in den USA ist für viele ein Traum, ein faszinierendes Abenteuer. Für Theresa Söndgerath begann dieses Abenteuer im vergangenen Januar: drei Monate Auslandsaufenthalt in Princeton, New Jersey.
Trotz geopolitischer Unwägbarkeiten gibt es viele mittelständische Unternehmen, die den US-amerikanischen Markt bereits für sich entdeckt haben. Jemand, der ihnen dabei hilft, ist Andreas Koller, CPA und International Tax Principal beim HLB-Partner GHJ in den USA.
Seit 1994 sind wir Mitglied im internationalen HLB-Netzwerk – und gehören damit seit über drei Jahrzehnten zu einer Gemeinschaft, die regional stark verankerte Beratungsgesellschaften weltweit verbindet.