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Mut zum Aufbruch: Princeton, USA

Das Leben und Arbeiten in den USA ist für viele ein Traum, ein faszinierendes Abenteuer, gleichzeitig aber auch ein Sich-Hinauswagen auf unbekanntes Terrain, ein – um die abgegriffene Platitüde zu bemühen – Herauskommen aus der Komfortzone, ein Wagnis, das, wie jede große Erfahrung, wenn man sich auf sie einlässt, mit Respekt beginnt und mit persönlichem Wachstum endet.

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Für Theresa Söndgerath begann dieses Abenteuer im vergangenen Januar: drei Monate Auslandsaufenthalt in Princeton, New Jersey. Die Entscheidung, den Schritt zu wagen, war bereits einige Monate zuvor gefallen, begleitet von Vorfreude und Anspannung. Denn der Schritt ins Unbekannte ist immer mit Unsicherheit verbunden – und mit der Frage, ob man den eigenen Schatten überwinden kann. „Das war schon mit einer gehörigen Portion Respekt verbunden. Ich bin ein sehr familienverbundener Mensch – und so lange war ich einfach noch nie von zu Hause weg“, berichtet Theresa Söndgerath und ergänzt: „Besonders die letzten Stunden vor dem Abflug waren geprägt von Nervosität und der Frage, ob ich das wirklich schaffe. Doch manchmal ist es besser, nicht zu lange zu überlegen und einfach zu machen.“

Der Flug von Frankfurt nach New York markierte den Beginn einer Reise voller neuer Eindrücke. Das möblierte Apartment in Princeton, freundlicherweise organisiert von den amerikanischen Kollegen, wurde zum Zuhause auf Zeit – kompakt, aber mit allem ausgestattet, was man braucht, um sich wohlzufühlen. Und so ging es ohne große Vorrede auch direkt am nächsten Tag los mit dem Einstieg in das Arbeitsleben vor Ort. Hierbei durchlief Theresa Söndgerath zunächst gemeinsam mit zahlreichen weiteren Kolleginnen und Kollegen, die wie sie speziell für die „Busy Season“ angeheuert worden waren, eine Einarbeitung, bestehend aus intensiven Schulungen, bevor es in den Arbeitsalltag ging. Gearbeitet wurde in einem Großraumbüro mit rund dreißig Arbeitsplätzen – und die Aufgaben waren vielfältig: von Steuererklärungen für Privatpersonen bis hin zu komplexen Fällen für Unternehmen.

Als „Busy Season“ wird in den USA die Hauptarbeitszeit für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bezeichnet, welche zwischen Januar und April eines jeden Jahres liegt. In dieser Zeit werden die meisten Steuererklärungen für Privatpersonen und Unternehmen erstellt, was zu einem deutlich erhöhten Arbeitsaufkommen führt. Viele Kanzleien stellen für diese Phase gezielt zusätzliche Mitarbeitende ein, um die hohe Arbeitslast bewältigen zu können. Und so freuen sich auch die Kollegen unseres HLB-Partnerbüros Withum Smith+Brown alljährlich über zwei weitere helfende Hände. Die Kooperation besteht bereits seit knapp zehn Jahren und hat schon zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus Bielefeld nach Princeton geführt. Wie die Kolleginnen und Kollegen vor ihr berichtet auch Theresa Söndgerath von langen Arbeitstagen, aber auch von einer angenehmen Atmosphäre im Büro: „Die Stimmung war trotz der vielen Arbeit immer gut, man hat sich gegenseitig unterstützt und viel Hilfe erfahren.“

 

„Die Stimmung war trotz der vielen Arbeit immer gut, man hat sich gegenseitig unterstützt und viel Hilfe erfahren.“

Als Ausgleich für die langen Tage wurden seitens des Büros zahlreiche Events organisiert, um die Motivation des Teams aufrechtzuerhalten – von diversen „Busy Season Games" über kulinarische Angebote bis hin zum Besuch eines NBA-Spiels. Auch zu einer Runde Bull Riding ließ sich Theresa Söndgerath kurzerhand überreden. „Aktionen wie diese waren uns allen sehr willkommen und auch notwendig, um den Kopf freizubekommen – und es hat wirklich Spaß gemacht.“ Darüber hinaus ermöglichte die Lage in Princeton vor allem an den Wochenenden zahlreiche Ausflüge: „Ich war öfter in New York, Philadelphia und auch in Washington. Gerade im Frühling, zur Kirschblüte, war es in Washington besonders schön“, berichtet Theresa Söndgerath.

Am meisten beeindruckt hat sie jedoch New York City: „Die Stadt reißt einen förmlich in ihren Bann. Es ist super spannend zu sehen, wie viele verschiedene Menschen hier auf einem Fleckchen Erde zusammenkommen. Die Vielfalt ist auch anhand der Viertel wie Chinatown, wo ich übrigens urplötzlich in einer Parade gelandet bin, um das neue Jahr der Schlange zu feiern, Little Italy, dem französischen oder koreanischen Viertel und vielem mehr zu erkennen. Bei jedem Besuch kann man etwas Neues entdecken!“ Genauso wertvoll waren aber auch die stilleren Momente, wenn die Arbeit einmal ruhte und der Kontakt mit der Heimat aufgrund der Zeitverschiebung nicht möglich war.

„Es ist spannend, auch mal Zeit mit sich selbst zu verbringen und sich auf eine andere Art neu kennenlernen zu dürfen“, so Theresa Söndgerath.

Rückblickend empfindet Theresa Söndgerath den Auslandsaufenthalt in den USA nicht nur fachlich, sondern auch persönlich als große Bereicherung. Und so ist es wenig überraschend, dass sie jedem, der die Möglichkeit hat, empfiehlt, sich auf das Abenteuer einzulassen. „Ich kann den Respekt davor verstehen. Den habe ich selbst genauso verspürt. Aber das, was man zurückbekommt, kann einem niemand mehr nehmen. Es ist unglaublich lohnenswert!“