Sudbrack
Bauunternehmen
Chef? Wollte Roland Riestenpatt nie werden. Und hätte er
geahnt, was für Zahlen in den Büchern standen, als er damals
dann doch Chef wurde und Firmenanteile übernahm, wäre er
sich bei diesem Statement sogar noch ein wenig sicherer gewesen.
Aber es kommt dann manches Mal doch anders, als man denkt.
Oder sich fest vorgenommen hat.
Roland Riestenpatt,
Geschäftsführer der
Baugesellschaft Sudbrack
Dabei ist die Karriere des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters vom Bielefelder Bauunternehmen Sudbrack alles andere als von Schlangenlinien gekennzeichnet. Der heute 57-Jährige erlernte das Zimmermannshandwerk, hängte erfolgreich das Studium des Bauingenieurwesens hintendran und sah sich doch eher als Mann der zweiten Reihe. „Hat irgendwie nicht geklappt“, sagt der, der hier seit 34 Jahren arbeitet, lenkt, leitet und vor allem: spart. „Ich bin ein echter Ostwestfale. Ich lasse mich nicht mit- und hinreißen, ich weiß, dass die Baubranche schlimmer als jedes Haifischbecken ist. Eben noch surfst du auf einer riesigen Welle und einen Augenblick später geht es ab ins Tal“, so der gebürtige Bielefelder, der nicht nur im Umland, sondern auch viel bundesweit baut und tätig ist.
Als echte „Betonköpfe“ bezeichnet er sich und seine 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und meint das durchaus ernst und liebevoll zugleich. „Wir sind beim Bau meist für den Rohbau zuständig, setzen also im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament, auf das alle anderen Gewerke aufbauen“,
erläutert der Diplom-Ingenieur, der mit Sudbrack aber auch den schlüsselfertigen Bau anbietet und sich eher als Manufaktur denn als Massenanbieter der Baubranche sieht. In den vergangenen Jahren platzte sein Auftragsbuch so wie das all der Mitbewerber. Doch jetzt scheint sich der Wind schlagartig zu drehen. „Eben noch wussten wir nicht, wo und wie wir Material und Handwerker bekommen sollten. Und jetzt rufen sie schon bei uns an, um zu fragen, ob wir nicht Arbeit hätten.“
Ganz gleich, ob sich Sudbrack gerade auf Berg- oder Talfahrt befindet: wenn es um die Finanzen geht, vertraut Roland Riestenpatt auf HLB Stückmann, und da vor allem auf seine Beraterin Regina Schmidt. Warum gerade sie? „Weil ich keine Bessere, kein besseres Unternehmen kenne. Hier wird pragmatisch gedacht, hier wird geradeaus geredet. Hier hält man sich nicht mit Fachbegriffen auf, sondern spricht klar und deutlich an, was Sache ist“, sagt und freut sich Roland Riestenpatt.
Referenzen: Öffentliche Bauten
Das seien damals, als er Chef wurde und erstmals Einblick in Bücher und Zahlen gehabt hätte, auch mal alles andere als schöne Nachrichten gewesen. Aber eben auch die, die er in der Situation, für die richtige Einschätzung der Finanzlage, gebraucht hatte. Anfang des Jahres war es dann genau andersherum. Da schrieb er über Monate hinweg gar keine Angebote, weil er so voll war mit Arbeit, weil weder die Arbeitskraft noch Material oder Preise für Neuaufträge verfügbar waren.
Brauchen? Tut er HLB Stückmann heute vor allem für die letzte finanztechnische Spitzfindigkeit, für das Ausgefallene, für den Jahresabschluss, die Bilanz. Aber eben auch für so Kleinigkeiten wie den Betriebsausflug.
Anfangs saß Roland Riestenpatt im Monatsrhythmus mit Regina Schmidt zusammen, heute nur noch zweimal im Jahr, zukünftig gar nicht mehr. „Als mir Frau Schmidt mitgeteilt hat, dass sie in den sicher wohlverdienten Ruhestand geht, war da natürlich eine gewisse Leere und Skepsis, wie es weitergehen solle und könne. Aber das Schöne ist, dass bei HLB Stückmann nicht einfach so eine Nachricht überbracht wird, sondern sich schon im Vorfeld zusammengesetzt und geschaut wurde, wer wohl zu unserem Unternehmen, zu mir als Nachfolger passen würde“, sagt Riestenpatt
und freut sich schon auf das erste Treffen mit ihm. Erklären wird er ihm dann wohl auch, dass die Baubranche nach dem Boom der vergangenen Jahre nun auf rauere Zeiten zusegelt. „Beim Material gehen die Preise hoch und runter. Holz war Anfang des Jahres kaum zu bezahlen und ist jetzt wieder auf Vor-Corona-Niveau“, rechnet der Bauingenieur gerne vor. Bei anderen Materialien sei das anders und so sei er froh, dass sein Lager immer noch sehr gut gefüllt ist, er Preise abgeben kann, die er am Ende auch hält. Viel mehr Sorgen bereiten da schon die Bauherren. Denn steigende Preise, die Energiekrise und ebenfalls ansteigende Bauzinsen werden dafür sorgen, dass bereits beauftragte Vorhaben in die Schublade wandern, andere erst gar nicht in Angriff genommen werden.
Sorge? Bereitet Roland Riestenpatt all das nicht. „Wir haben gut gewirtschaftet und viel gespart“, sagt der Mann, der das verkörpert, was er an HLB Stückmann so schätzt: Offenheit und Verbindlichkeit. „Bei mir zählen Wort und Handschlag“, sagt der 57-Jährige und weiß: er ist sehr gut gerüstet. Für Rücken- wie für Gegenwind. Und genau darauf komme es doch an. „Wenn man dann noch in finanz- und steuerlichen Fragen so gut wie ich beraten ist, wenn eine Prüfung den Puls nicht erhöht, dann kann kommen, was wolle“, so der Chef, der eigentlich nie Chef werden wollte.
Wenn andere über uns sprechen
Eine Empfehlung? Ist immer noch die beste Referenz. Warum also nicht die fragen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten mit uns arbeiten? Die sich bewusst für uns entschieden haben, die auf uns setzen, uns ihre Zahlen anvertrauen? Wir fragen gerne nach. Nicht nur, warum sich unsere Mandantinnen und Mandanten für uns entschieden haben. Sondern vor allem, warum sie dies immer wieder tun würden.
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