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Lucky Bike setzt auf Wirtschaftsprüfung auf
Augenhöhe

Auf dem Weg zur Nummer Eins. Kaum eine Branche erlebte
ein Auf und Ab wie die für Fahrräder in den vergangenen
Jahren. Während Corona wollte jeder auf ein neues Rad steigen,
aktuell scheint die Nachfrage geringer zu sein. Ganz so
dramatisch, wie die Szenerie aber gerade in der Presse
dargestellt wird, sieht Christian Morgenroth, Gründer, Teilhaber
und einer von vier Geschäftsführern von Lucky Bike, die
Situation nicht.

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„Wie immer wird eine Geschichte gerne komplett schwarz-weiß dargestellt. Richtig ist, dass es in der Corona-Zeit einfacher als jetzt war, Fahrräder zu verkaufen. Jetzt sind die Läger voll, weil die Hersteller endlich einmal geliefert haben, was auch bestellt wurde. Das ist herausfordernd – aber das ist auch Teil des Geschäftes“, so Morgenroth. Insgesamt rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 35 Filialen kümmern sich bei Lucky Bike tagtäglich darum, dass das gelingt. „Dabei setzen wir auf schlanke Strukturen und das Ziel, die Nummer eins unter den Filialisten in Deutschland zu werden“, so die klare Vorgabe des Geschäftsführers, der sein Büro in Wiesbaden bezogen hat. Sein Gründungskollege sitzt in München, die Verwaltung aber wird von Bielefeld aus gesteuert. „Das wirkt bei einem Unternehmen mit rund 300 Millionen Euro Umsatz natürlich erst etwas verwirrend, macht bei uns aber durchaus Sinn. Ich kann von hier aus gut arbeiten, mein Kollege Dr. Thomas Böttner ist nun mal Wahl-Münchner und in Bielefeld dirigiert Dietmar Eickelmann die Geschäfte, weil hier auch der Zentralversand, Controlling, EDV und die Verwaltung zu Hause sind."

Der Vierte im Bunde ist Christoph Rosenthal, der sich aus Münster überregional um das Bekleidungs- und Zubehörsortiment sowie die Organisation der Werkstätten kümmert.

Angefangen hat alles allerdings in Leipzig, oder besser noch: in Ingolstadt. Da studierten Böttner und Morgenroth gemeinsam BWL und als die Zeit des Pflichtpraktikums nahte, suchten die beiden nach Alternativmöglichkeiten und gründeten ein „Fahrradunternehmen in Leipzig, das wir eigentlich nur auf eine gewisse Zeit anlegten“, so Morgenroth. Damals war nicht absehbar, dass daraus ein Unternehmen erwuchs, das heute die Marktführerschaft anstrebt. „Wir haben den Nerv der Zeit getroffen, setzen etwa mit CUBE und KTM auf starke Marken, die Kundinnen und Kunden anziehen und überzeugen“, so der Geschäftsführer.

Das Filialnetz wuchs stetig, Einzelfirmen wurden zusammengelegt, „und irgendwann war klar, dass wir eine Größe erreicht hatten, die uns nach einem Wirtschaftsprüfer suchen ließ". Klar war auch: Einer der Big Four sollte es nicht sein. „Wir sind immer noch ein durchschnittliches, mittelständisches Unternehmen. Da ist es wichtig, dass wir den persönlichen Kontakt haben, dass die Kanzlei auch im Verbund arbeitet,

damit die Prüfungen immer auch vor Ort leicht organisierbar sind“, sagt Christian Morgenroth und ist froh, einen solchen Partner mit HLB Stückmann gefunden zu haben.

Begeisterter Unternehmer und Mountainbiker: Lucky Bike-Mitbegründer und Geschäftsführer Christian Morgenroth 

 

Das Filialnetz wuchs stetig, Einzelfirmen wurden zusammengelegt, „und irgendwann war klar, dass wir eine Größe erreicht hatten, die uns nach einem Wirtschaftsprüfer suchen ließ".

„Wir sind zwar in der Fahrradbranche eine echte Nummer, bei den Big Four wären wir aber nur verschwindend klein in der Mandantschaft gewesen. Jetzt aber schätzen wir den engen und persönlichen Kontakt mit HLB Stückmann seit mehr als sechs Jahren, haben mit Frau Gehrs eine Partnerin gefunden, die sich seitdem um uns kümmert. Beide Seiten verfügen also über einen großen und identischen Erfahrungsschatz. Da fangen wir nicht immer wieder bei null an, sondern können direkt loslegen, wenn die Prüfung in die Vorbereitungszeit geht." 

Unterjährig ist vor allem der zuständige Geschäftsführer Eickelmann von Lucky Bike immer wieder mit HLB Stückmann in Kontakt. Intensiviert wird die Zusammenarbeit zwei Monate vor und drei Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres, das am 31. August endet. „Kurz vor Weihnachten ist die Bilanz fertig und es fühlt sich dann so an, als gehe alles direkt wieder von vorne los“, erzählt Christian Morgenroth schmunzelnd.

Ein Thema, das ihn aktuell beschäftigt, sind natürlich die hohen Lagerbestände, die abgebaut werden wollen. Das betrifft die gesamte Branche – und auch den Endkunden: „Wer jetzt gerade ein Fahrrad sucht, hat gute Chancen, ein echtes Schnäppchen zu machen." Andere Herausforderungen werden Branche und Unternehmen aber deutlich länger begleiten. Vor allem die Personalproblematik treibt Christian Morgenroth um. „Es wird immer schwerer, Menschen zu finden, die in der Werkstatt arbeiten, sich die Finger schmutzig machen wollen. Es gibt zwar echte Fahrradfreaks, die genau das schätzen. Und es wird auch Verschiebungen von der Automobil- in die Fahrradbranche geben. Aber das sind aktuell noch zu wenige. Mittlerweile arbeiten wir hier bei unserer Personalplanung deshalb mit Zeitarbeitsmodellen, über die wir vor zehn Jahren nicht einmal gewagt hätten, nachzudenken.“ Doch Flexibilität ist nicht nur jetzt, sondern war auch schon während Corona gefragt. „Ich habe – einen Tag vor meinem Geburtstag und einen Tag vor Beginn der Corona-Restriktionen – eine Filiale hier in Wiesbaden eröffnen wollen.

Die Tür haben wir nicht geöffnet, sondern alles direkt auf alternative Vertriebswege umgestellt. Meine neuen Kolleginnen und Kollegen haben den normalen Filialbetrieb also gar nicht kennengelernt – und doch haben wir uns sehr schnell mit dieser Situation nicht nur abgefunden, sondern auf sie reagiert, erfolgreich gearbeitet“, erzählt der, der als Wiesbadener „natürlich mit Fahrrad und Familie, und auch mit dem Mountainbike so häufig wie möglich im Taunus unterwegs“ ist.

Mittlerweile ist das Filialnetz auf 35 Geschäfte angewachsen, fünf weitere sind in Planung beziehungsweise als kurzfristiges Ziel ausgegeben. Das auch, obwohl „die Zeiten, in denen jeder meinte, schnell Fahrräder verkaufen zu können, vorbei sind. Der Markt wird sich nun konsolidieren; es werden die übrig bleiben, die immer schon einen guten Job gemacht haben. Und das ist doch genau das, was man unter Wirtschaft versteht". Wenn sich nun die Lager leeren, wird 2024 wieder ein normales Geschäftsjahr werden, da ist sich Christian Morgenroth sicher. Das Thema Leasing werde weiter an Bedeutung gewinnen und für planbare Absätze sorgen. Aktuell kommt dabei nur ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Genuss des „Jobrades“. Aber: Hier finde ein generelles Umdenken statt, immer mehr Unternehmen und nun endlich auch der Öffentliche Dienst machten den Weg hin zum Fahrradleasing frei. Geleast werden dann meist teure E-Bikes. Doch auch das Rad ohne Motor, von Christian Morgenroth humorvoll Bio-Bike getauft, wird weiter in den Filialen stehen. „Es wird immer sportive Fahrerinnen und Fahrer geben, die sich nicht per Motorkraft unterstützen und antreiben lassen wollen. Daneben gibt es auch Menschen, die sich ein teures E-Bike schlicht nicht leisten können und auf reine Muskelkraft setzen."

Ganz gleich ob mit oder ohne Motor: Fahrradfahren ist eine der nachhaltigsten Möglichkeiten, sich fortzubewegen, ist sich der Lucky Bike-Geschäftsführer sicher. Über eine fundierte Nachhaltigkeitsstrategie verfügt das Unternehmen nicht nur deshalb schon lange. Solar auf den Dächern der Filialen, eine E-Auto-Flotte und ausschließlich energiesparende LED-Beleuchtung in Verkaufsräumen und Werkstätten sind nur ein kleiner Teil der Bemühungen bei der Thematik. Das größte Potenzial schlummert aber woanders. „Wenn wir uns anschauen, wie viel Geld wir für Verpackungen ausgeben, wie wir gegen Einmalumverpackungen kämpfen, dann merkt man, dass hier noch viel möglich ist“, sagt Morgenroth, der die auf ihn zukommende Pflicht der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes skeptisch sieht: „Es wird für uns sicherlich ein erheblicher Aufwand, hier alle Kennzahlen zusammenzutragen“, so Morgenroth. Da sei es für ihn erst einmal wichtiger, das Thema Nachhaltigkeit auch wirklich zu leben. „Wenn nicht wir, wer soll denn dann vorweggehen? Wir haben ein höchst nachhaltiges Produkt, das sogar noch zur Gesundheit beiträgt. Und, ganz nebenbei, sind wir sogar auf einem sehr guten Weg zur Klimaneutralität. Das sind die Dinge, die uns wirklich antreiben und – um im Bilde zu bleiben – uns und unsere Kundinnen und Kunden bewegen.

 

Wenn andere über uns sprechen

Eine Empfehlung? Ist immer noch die beste Referenz. Warum also nicht die fragen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten mit uns arbeiten? Die sich bewusst für uns entschieden haben, die auf uns setzen, uns ihre Zahlen anvertrauen? Wir fragen gerne nach. Nicht nur, warum sich unsere Mandantinnen und Mandanten für uns entschieden haben. Sondern vor allem, warum sie dies immer wieder tun würden.

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