Kranken- und Pflegebettenspezialist
Stiegelmeyer im Portrait
Der demografische Wandel gibt der Branche der Krankenhaus-
und Pflegebettenhersteller Jahr für Jahr Rückenwind. Könnte
man meinen. Aber so einfach ist es dann doch nicht. „Wenn
politisch gewollt die Anzahl der Krankenhausbetten aktuell stark
schrumpft, wenn Pflegeheime Insolvenz anmelden müssen, dann
geraten wir unter Druck“, sagt Georgios Kampisiulis Kemmler,
Geschäftsführer bei Stiegelmeyer in Herford, einem der Großen
dieser Branche.
Stöhnen möchte er lieber nicht, das sei nicht sein Naturell, so der in der Schweiz lebende Georgios Kampisiulis Kemmler, der sich sternförmig durch Europa bewegt. Vom schweizerischen Zug aus geht es zu den Produktionsstätten in Deutschland und Polen
Nicht nur die Verwaltung, sondern
auch viele weitere Bereiche finden
sich am Stammsitz in Herford.
Ebenfalls Teil der Stiegelmeyer-
Gruppe: das Unternehmen Burmeier
in Hiddenhausen.
sowie zu Tochtergesellschaften und Handelspartnern im Ausland, wenn irgendwie möglich ein Mal pro Monat auch ins Stammhaus nach Herford. Seit 2010 verfügt seine Frau über die Mehrheit der Stimmen im Unternehmen und Georgios Kampisiulis Kemmler stieg als Geschäftsführer mit ein, um sich alle Prozesse – und damit auch das Thema Wirtschaftsprüfung genauer und vor Ort – anzusehen. „Mir war schon in den ersten Wochen klar, dass ich etwas ändern wollte, neuen, frischen Wind bei der Wirtschaftsprüfung für das Unternehmen brauchte“, erzählt der 52-Jährige heute.
Die begleitende Rechtsanwaltskanzlei stellte den Kontakt zu HLB Stückmann her und „schon bei den ersten Treffen war mir klar, dass das Unternehmen hier gut aufgehoben ist“, so Georgios Kampisiulis Kemmler.
Dabei wusste und weiß er, wovon er spricht, worauf es bei der Prüfung ankommt, was er verlangen konnte, wo die kleinen, aber feinen Unterschiede liegen. Er selbst ist ausgebildeter Wirtschaftsprüfer, hat lange „im Bereich Banken und Finance gearbeitet“, sagt der, der heute die Geschäftsführung leitet und doch so langsam, jetzt, nach 12 Jahren, eine andere Rolle im Unternehmen übernimmt. „Das Operative überlasse ich immer mehr meinen Geschäftsführerkollegen – wenn es aber um die Wirtschaftsprüfung, um die Abschlussgespräche mit HLB Stückmann geht, bin ich weiterhin vorne mit dabei.“
Kleiner Einblick in
das Werk in Kepno.
Rund 175 Millionen Euro umfasst aktuell der Jahresumsatz, 1.200 Mitarbeitende sind über verschiedene Standorte verteilt bei Stiegelmeyer angestellt. „Wir sind knapp auf Plan, erfolgreich, aber doch den Markt genau beobachtend“, sagt Georgios Kampisiulis Kemmler und meint damit auch: „Unsere Geschäftsentwicklung folgt nicht immer der konjunkturellen Entwicklung, wir waren allerdings auch von der Lieferketten-Krise betroffen. Aber der politische Faktor ist bei uns hoch und besonders der Fachkräftemangel ist bei uns differenziert zu betrachten.
In Stolno werden unter anderem die Gestelle für die Betten gefertigt.
Moderne Technik
findet sich im Werk
in Nordhausen.
Einmal betrifft er uns hier im Unternehmen und dann über die Pflegekräfte. Wenn Pflegekräfte fehlen, wenn von ihnen rund 60 Prozent in Teilzeit arbeiten, dann wirkt sich das unmittelbar auf die Anzahl der Betten in Krankenhäusern und der stationären Pflege aus.“ Dabei gebe es Krankenhäuser, die gerade jetzt ihren Bettenbestand erneuern – nach mehr als 35 Jahren. „Als Techniker freust du dich, als Unternehmen ist es irgendwie Fluch und Segen zugleich, dass unsere Produkte so lange halten. Auf der einen Seite werden neue Betten nicht verkauft, auf der anderen Seite belebt es das Service-Geschäft. Das zeichnet Stiegelmeyer aus, dass wir Service und Ersatzteilversorgung weit über den durchschnittlichen Lebenszyklus unserer Produkte hinaus anbieten“, sagt Georgios Kampisiulis Kemmler.
Und er selbst ist genau das: Zahlenmensch und technikverliebt. Schraubte in seiner Jugend erst an Mofas, dann an Autos, absolvierte dann das BWL-Studium, arbeitete als Steuerberater, Wirtschaftsprüfer. Trotz all der Fachkenntnis war er überrascht, wie gut, wie leicht der Wechsel zu HLB Stückmann 2013 fiel. „Wir waren direkt im Umbruch – und haben dazu passend viel Input, viel frischen Wind bekommen“, freut sich der Geschäftsführer noch heute. Alte Zöpfe seien direkt abgeschnitten worden, auch die Kommunikation war sofort sehr zügig, auf den Punkt, immer den Weg wählend, der ihm gerade am besten in seinen Arbeitsrhythmus passte. Elf Jahre später das gleiche Bild. „Man könnte ja denken, dass es nach einem solchen Zeitraum Abnutzungserscheinungen gibt. Aber das Team rund um Prof. Dr. Oliver Middendorf betreut uns immer noch so motiviert, mit so frischen Ideen wie ganz zu Beginn“, ist Georgios Kampisiulis Kemmler voll des Lobes.
Während Corona haben beide, Geschäftsführer und HLB Stückmann gelernt, dass die Distanz von Bielefeld oder Hamburg in die Schweiz nicht wirklich groß ist. „Das Digitale hat da natürlich sehr geholfen – und doch bin ich der Auffassung, dass nichts ein persönliches Treffen ersetzen kann. Und auch damit bin ich bei HLB Stückmann perfekt aufgehoben“, sagt der, der auch Teilhaber der Schweizer Holding ist, die organisatorisch über der Stiegelmeyer-Gruppe schwebt. Bei den aktuellen Gesprächen gehe es vor allem darum, das Unternehmen noch zukunftssicherer zu machen, bei der Produktion und dem Absatz von Pflege- und Krankenhausbetten ein Verhältnis von 50 zu 50 hinzubekommen, was den Umsatz im In- und Ausland betrifft. „Der Fokus liegt auf dem Wachstum im Ausland. Aber natürlich hilft uns auch im Inland das Thema häusliche Pflege, hier bieten wir Produkte, die sich stark individualisieren lassen und am Markt gefragt sind“, so Georgios Kampisiulis Kemmler.
Nicht nur dabei gehe es darum, in die Zukunft zu blicken. Beim Thema der Wirtschaftsprüfung sei das nicht anders – auch wenn man laienhaft denken könnte, dass der Blick dabei vor allem rückwärtsgewandt ist. „Genau das gefällt mir so an der Beratung bei HLB Stückmann. Wir nehmen die Zahlen von gestern, beschäftigen uns aber dadurch mit der Zukunft“, sagt Georgios Kampisiulis Kemmler und möchte diesen Austausch, dieses Sparring auch nach so langer Zeit nicht missen.
Wenn andere über uns sprechen
Eine Empfehlung? Ist immer noch die beste Referenz. Warum also nicht die fragen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten mit uns arbeiten? Die sich bewusst für uns entschieden haben, die auf uns setzen, uns ihre Zahlen anvertrauen? Wir fragen gerne nach. Nicht nur, warum sich unsere Mandantinnen und Mandanten für uns entschieden haben. Sondern vor allem, warum sie dies immer wieder tun würden.
Das, was Volker Scheffels, Geschäftsführender Gesellschafter der EKT GmbH & Co. KG in Bad Salzuflen, in den Händen hält, ist vielen Menschen unbekannt – auch wenn ein solches Teil Bestandteil fast jeder Küche ist.
Der demografische Wandel gibt der Branche der Krankenhaus- und Pflegebettenhersteller mit Stammsitz in Herford Jahr für Jahr Rückenwind. Georgios Kampisiulis Kemmler, Geschäftsführer bei Stiegelmeyer im Stammsitz Herford.
Ganz so dramatisch, wie die Szenerie aber gerade in der Presse dargestellt wird, sieht Christian Morgenroth, Gründer, Teilhaber und einer von vier Geschäftsführern von Lucky Bike, die Situation nicht.
Chef? Wollte Roland Riestenpatt, geschäftsführenden Gesellschafters vom Bielefelder Bauunternehmen Sudbrack nie werden. Und hätte er geahnt, was für Zahlen in den Büchern standen, als er damals dann doch Chef wurde und Firmenanteile übernahm...
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