Digitalisierung und Compliance

Analyse der Verfahren zur Aktivierung von eigenerstellten Anlagen

Im Rahmen einer Prozess- und Systemanalyse wurden von HLB die Verfahren zur ordnungsgemäßen Aktivierung von eigenerstellten Anlagen in einem international tätigen Unternehmen der Medizintechnik untersucht. Dies umfasst die in Zusammenhang mit der Errichtung, Wartung und Instandhaltung von Maschinen verbunden Prozesse, Daten und Systeme.

Es wurden die Schwachstellen der bisherigen Verfahren im Controlling, in der Anlagenbuchhaltung sowie in der leistenden Kostenstelle und Maßnahmen zur Verbesserung aufgezeigt.

Untersuchung der Verfahren

Wir haben die eingerichteten Verfahren im Hinblick auf folgende Kriterien untersucht:

  • Vollständigkeit und Zeitnähe der erfassten Kosten,
  • Abgrenzung zwischen Herstellungskosten und Aufwand (Aktivierungsfähigkeit bzw. Aktivierungspflicht der Vermögensgestände),
  • Abgrenzung von Pflicht- und Wahlrechtsbestandteilen bei den Gemeinkosten,
  • Nachvollziehbarkeit und Plausibilität der Umlagen und Verrechnungen im Betriebs-Abrechnungsbogen (soweit die Maschinenbau-Gemeinkosten betreffend),
  • Zeitpunkt der Aktivierung und Beginn der Abschreibung,
  • Sachgerechte Verfahren zur Kontrolle der Plan-Ist-Abweichungen auf Basis von geplanten Kosten und Abweichungsanalysen.

Analyse & Prüfung

Im Detail haben wir hierbei folgende Analyse- und Prüfungshandlungen durchgeführt:

  • Nachvollziehen von einzelnen Projekten in Stichproben,
  • Befragung zu den Verfahren der Kosten- und Zeiterfassung im Maschinenbau (Montage, Instandhaltung und Wartung),
  • Analyse der Kostenstellenstruktur,
  • Analyse der BAB-Umlagen und -Verrechnungen,
  • Aufnahme der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Richtlinien und Anweisungen),
  • Auswertung der Kalkulationsverfahren für eigenerstellte Anlagen
  • Erfassung der aktivierungsfähigen Vermögensgegenstände in der Finanzbuchhaltung (auf Basis der vom Controlling zur Verfügung gestellten Daten).

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