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Corona Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe – Update wegen Eigenkapitalzuschuss, Erhöhung Fixkostenerstattung u.a.

Aktualisiert: 12. Mai 2021 / Veröffentlicht: 26. Januar 2021

Die Überbrückungshilfe III wurde am 13.4.2021 nochmals erweitert.  Fixkosten können jetzt bis zu 100% erstattet und ein zusätzlicher Eigenkapitalzuschuss gewährt werden. Daneben gibt es Verbesserungen für bestimmte Branchen sowie Start-ups.

 

Für die Überbrückungshilfe III gilt aktuell Folgendes:

  • Grundsätzlich können alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro im Jahr 2020 und mit mindestens 30% Umsatzeinbruch in einem Monat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 die Überbrückungshilfe III erhalten. Darüber hinaus sind von den Schließungsanordnungen betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro erzielt haben. Bis zum 31.10.2020 neu gegründete Unternehmen (Start-ups) sind jetzt ebenfalls antragsberechtigt.
  • Der maximale monatliche Förderbetrag beträgt 1,5 Mio. Euro pro Unternehmen (für verbundene Unternehmen insgesamt 3 Mio. Euro). Dabei ist die beihilferechtliche Obergrenze zu beachten, die am 28.1.2021 durch die EU-Kommission auf insgesamt 12 Mio. Euro pro Unternehmen angehoben und bis zum 31.12.2021 verlängert wurde. Zuschüsse bis zu insgesamt 2 Mio. Euro können nach der „Kleinbeihilfen-Regelung“ und der „De minimis Verordnung“ ohne Nachweis von Verlusten gewährt werden. Bei Beantragung des Zuschusses auf Basis der sogenannten Fixkostenhilfe (max. 10 Mio. Euro) sind hingegen ungedeckte Fixkosten bzw. Verluste nachzuweisen. Bisherige Beihilfen aus anderen Förderprogrammen, die aufgrund dieser Beihilfe-Regelungen gewährt wurden, sind auf die jeweilige Obergrenze anzurechnen.
  • Die Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
  • Alle antragsberechtigten Unternehmen erhalten Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat.
  • In Abhängigkeit von der Höhe der Umsatzrückgänge werden zwischen 40% und 100% bestimmter Fixkosten (z.B. Miete, Finanzierungskosten, bis zu 50% der Abschreibungen, Ausgaben für Hygienemaßnahmen, Investitionen in die Digitalisierung von einmalig bis zu 20.000 Euro) erstattet. Einzelhändler, Hersteller und Großhändler können außerdem Abschreibungen auf verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 sowie der Frühjahrs-/Sommersaison 2021 (bei Einkauf vor dem 1.4.21 und Auslieferung bis zum 31.5.21) als Fixkosten berücksichtigen. Für die Veranstaltungs-, Kultur- und Reisebranche gibt es Sonderregelungen, die nochmals deutlich erweitert wurden.
  • Bei einem monatlichen Umsatzeinbruch von mindestens 50% in drei oder mehr Monaten werden zusätzlich zwischen 25% und 40% der Fixkostenerstattung als Eigenkapitalzuschuss gezahlt.

Neustarthilfe für Soloselbständige:

Betroffenen Soloselbständigen (insbesondere Künstlern und Kulturschaffenden) wird eine einmalige Pauschale in Höhe von 25% des Jahresumsatzes 2019 gewährt. Der Höchstbetrag liegt bei 7.500 Euro.

Bei der Schlussabrechnung wird ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III gewährt.

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  • Dipl.-Kfm.
    Jörn Linkermann

    Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner

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  • Dipl.-Kffr.
    Claudia Surkamp

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