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Corona Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe – Erweiterung Antragsfrist, Förderhöchstbetrag und -zeitraum

Aktualisiert: 30. Juni 2021 / Veröffentlicht: 26. Januar 2021

Die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Selbstständige, die aufgrund der Corona-Pandemie von Umsatzrückgängen betroffen sind, kann bis zum 31.10.2021 beantragt werden. Außerdem wird sie nochmals erweitert und als Überbrückungshilfe III Plus bis Ende September verlängert.

 

Für die Überbrückungshilfe III gilt danach Folgendes:

  • Grundsätzlich können alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. € im Jahr 2020 und mit mindestens 30% Umsatzeinbruch in einem Monat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 die Überbrückungshilfe III erhalten. Darüber hinaus sind von den Schließungsanordnungen betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. € erzielt haben. Bis zum 31.10.2020 neu gegründete Unternehmen (Start-ups) sind ebenfalls antragsberechtigt.
  • Der maximale monatliche Förderbetrag wird auf 10 Mio. € erhöht. Dabei ist die beihilferechtliche Obergrenze von maximal 52 Mio. € pro Unternehmen zu beachten: Zuschüsse bis zu insgesamt 2 Mio. € können nach der „Kleinbeihilfen-Regelung“ und der „De minimis Verordnung“ ohne Nachweis von Verlusten gewährt werden. Bei Beantragung des Zuschusses auf Basis der sogenannten Fixkostenhilfe (max. 10 Mio. €) sind hingegen ungedeckte Fixkosten bzw. Verluste nachzuweisen. Bisherige Beihilfen aus anderen Förderprogrammen, die aufgrund dieser Beihilfe-Regelungen gewährt wurden, sind auf die jeweilige Obergrenze anzurechnen. Von staatlichen Schließungen direkt oder indirekt betroffene Unternehmen können darüber hinaus bis zu 40 Mio. € aufgrund einer neuen EU-Regelung zum Schadensausgleich geltend machen.
  • Die Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
  • Anträge können bis zum 31.10.2021 gestellt werden.
  • In Abhängigkeit von der Höhe der Umsatzrückgänge werden zwischen 40% und 100% bestimmter Fixkosten (z.B. Miete, Finanzierungskosten, bis zu 50% der Abschreibungen, Ausgaben für Hygienemaßnahmen, Investitionen in die Digitalisierung von einmalig bis zu 20.000 €) erstattet. Einzelhändler, Hersteller und Großhändler können außerdem Abschreibungen auf verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 sowie der Frühjahrs-/Sommersaison 2021 (bei Einkauf vor dem 1.4.21 und Auslieferung bis zum 31.5.21) als Fixkosten berücksichtigen. Für die Veranstaltungs-, Kultur- und Reisebranche gibt es Sonderregelungen.
  • Bei einem monatlichen Umsatzeinbruch von mindestens 50% in drei oder mehr Monaten werden zusätzlich zwischen 25% und 40% der Fixkostenerstattung als Eigenkapitalzuschuss gezahlt.

Die Förderung wird als Überbrückungshilfe III Plus für den Zeitraum Juli 2021 bis September 2021 verlängert. Hierfür gelten folgende Besonderheiten:

  • Unternehmen, die im Zuge ihrer Wiedereröffnung Personal einstellen oder aus der Kurzarbeit zurückholen, können eine sog. „Restart-Prämie“ als Zuschuss zu den im Vergleich zu Mai 2021 gestiegenen Personalkosten erhalten.
  • Außerdem werden Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 € pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung ersetzt.

Neustarthilfe für Soloselbständige:

  • Betroffenen Soloselbständigen (insbesondere Künstlern und Kulturschaffenden) wird für die Zeit bis Juni 2021 eine einmalige Pauschale in Höhe von 25% des Jahresumsatzes 2019, maximal aber 7.500 €, gewährt.
  • Die Neustarthilfe wird bis September 2021 verlängert und erhöht sich auf insgesamt maximal 12.000 €.
  • Soloselbstständigen wird bei der Schlussabrechnung ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe gewährt.

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