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Update: Corona Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe –
Überbrückungshilfe III auch für große Unternehmen

Aktualisiert: 5. März 2021 / Veröffentlicht: 26. Januar 2021

Die Überbrückungshilfe III zur Unterstützung von Unternehmen, die derzeit von einer vorübergehenden Schließung betroffen sind oder massive Umsatzeinbrüche verzeichnen, wurde nochmals erweitert. Auch bestimmte große Unternehmen sind jetzt begünstigt.

Am 3.3.2021 gab das Bundesfinanzministerium bekannt, dass die Überbrückungshilfe III nun auch vom Lockdown betroffenen großen Unternehmen gewährt wird. Damit gilt für die Überbrückungshilfe III Folgendes:

  • Grundsätzlich können alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro im Jahr 2020 und mit mindestens 30% Umsatzeinbruch in einem Monat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 die Überbrückungshilfe III erhalten. Darüber hinaus sind von den Schließungsanordnungen betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro erzielt haben.
  • Der maximale monatliche Förderbetrag beträgt 1,5 Mio. Euro pro Unternehmen. Dabei ist die beihilferechtliche Obergrenze zu beachten, die am 28.1.2021 durch die EU-Kommission von 4 Mio. Euro auf insgesamt 12 Mio. Euro pro Unternehmen angehoben und bis zum 31.12.2021 verlängert wurde. Zuschüsse bis zu insgesamt 2 Mio. Euro können nach der „Kleinbeihilfen-Regelung“ und der „De minimis Verordnung“ ohne Nachweis von Verlusten gewährt werden. Bei Beantragung des Zuschusses auf Basis der sogenannten Fixkostenhilfe (max. 10 Mio. Euro) sind hingegen ungedeckte Fixkosten bzw. Verluste nachzuweisen. Bisherige Beihilfen aus anderen Förderprogrammen, die aufgrund dieser Beihilfe-Regelungen gewährt wurden, sind auf die jeweilige Obergrenze anzurechnen.
  • Die Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
  • Alle antragsberechtigten Unternehmen, nicht nur die von Schließungen betroffenen, erhalten Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat. Abschlagszahlungen werden bereits gezahlt, die reguläre Auszahlung soll im März 2021 starten.
  • In Abhängigkeit von der Höhe der Umsatzrückgänge werden zwischen 40% und 90% bestimmter Fixkosten (z.B. Miete, Finanzierungskosten, bis zu 50% der Abschreibungen, Umbaukosten für Hygienemaßnahmen) erstattet. Der Fixkostenkatalog wurde zuletzt um Investitionen in die Digitalisierung von bis zu 20.000 Euro (z.B. für den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops) sowie um Wertverlust für verderbliche Ware und für Saisonware der Wintersaison 2020/2021 im Einzelhandel erweitert. Für die Reisebranche und die Pyrotechnikindustrie gibt es Sonderregelungen.

Neustarthilfe für Soloselbständige:

Betroffenen Soloselbständigen (insbesondere Künstlern und Kulturschaffenden) wird eine einmalige Pauschale in Höhe von 25% des Jahresumsatzes 2019 gewährt. Der Höchstbetrag liegt bei 7.500 Euro.

Hinweis zu weiteren Wirtschaftshilfen:

Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II wurde bis zum 31.3.2021 und für die November- und Dezemberhilfe bis zum 30.4.2021 verlängert.

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  • Dipl.-Kfm.
    Jörn Linkermann

    Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner

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  • Dipl.-Kffr.
    Claudia Surkamp

    Steuerberaterin

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