Umsatzsteuerberatung

Konsignationslager: Direktlieferung trotz Zwischenlagerung

Die Lieferungen sind Direktlieferungen und das Konsignationslager bleibt unberücksichtigt, wenn der Abnehmer bereits bei Beginn der Versendung feststeht. Hierzu soll das der Lieferung zugrunde liegende Rechtsverhältnis maßgeblich sein. Der Abnehmer muss also aufgrund eines verbindlichen Rechtsgeschäftes feststehen. Eine „wahrscheinliche Begründung einer Abnehmerstellung“ würde zu Beurteilungsschwierigkeiten führen und sei nicht akzeptabel.

Direktlieferungen können nur bei Lagerung in Call-off Stocks stattfinden. Diese grenzen sich dadurch von anderen Lagerarten ab, dass nur ein bestimmter Kunde Waren aus dem Lager entnehmen darf.

Das BMF mit Schreiben vom 10.10.2017 hat seine Verwaltungsauffassung zu Warenlieferungen über Konsignationslagern aufgrund der neueren Rechtsprechung des BFH geändert. Die Änderungen gelten in allen noch offenen Fällen. Für vor dem 1.1.2018 ausgeführte Lieferungen und innergemeinschaftliche Erwerbe wird es – auch für Zwecke des Vorsteuerabzugs des Leistungsempfängers – nicht beanstandet, wenn der Unternehmer nach der bisherigen Verwaltungsregelung verfährt.