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Keine Gewerbesteuer für Messebeteiligungen

Wenn Unternehmen bei einem Messeveranstalter Standflächen für Ausstellungszwecke mieten, müssen die entsprechenden Mietaufwendungen nicht dem Gewerbeertrag des Unternehmens hinzugerechnet werden und erhöhen damit die Gewerbesteuerzahlung nicht. Dies hat der Bundesfinanzhof in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 25. Oktober 2016 festgestellt.

Damit ist das Gericht der Auffassung der Steuerpflichtigen gefolgt, nach der kurzfristige Mieten für Flächen in Messehallen nicht mit dem dauerhaften Mieten von Immobilien vergleichbar sind. Die bisherige Gleichstellung beider Vorgänge durch die Finanzbehörden hatte bei ausstellenden Unternehmen teils hohen Steuerbelastungen geführt, vor allem weil die Finanzämter Steuernachzahlungen für mehrere Jahre rückwirkend gefordert hatten.

Grundlage dieser Steuerbelastungen ist eine mit den Unternehmenssteuerreformgesetzes 2008 in § 8 GewStG eingeführte Regelung, nach der Mieten selbst dann, wenn sie bereits beim Vermieter der Gewerbesteuer unterliegen, mit einen Teilbetrag zusätzlich dem Gewerbeertrag des Mieters hinzugerechnet werden. Zweck dieser Regelung ist es, Fremdfinanzierungsanteile zu erfassen, die bei fiktiver Betrachtungsweise dem Anlagevermögen zuzuordnen wären. Der Bundesfinanzhof stellte in seinem Urteil vom 25. Oktober 2016 jetzt aber fest, dass – unter Berücksichtigung des Geschäftsgegenstands des Unternehmens – Messestandflächen nicht wie fiktives Anlagevermögen zu würdigen sind.

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